In den letzten Wochen erschienen eine Menge interessante CD`s, sei es Trivium, Tesla, Metallica, Backyard Babies, Motörhead, Buckcherry und viele mehr, doch die auf die ich am sehnlichsten gewartet habe ist AC/DC´s „BLACK ICE“.
So wollte ich dann am Morgen des 17.10. den i-tunes Download starten, doch siehe da, Fehlanzeige. Auch Musicload und Napster konnten mir die gewünschten Daten nicht bieten. Medienberichten zur Folge ist AC/DC der Meinung man müsse Ihr neues Album auf dem altmodischen Wege erstehen. Muß man nicht verstehen! Also dann, rein ins Auto ab zu Media Markt. Dort die zweite Überraschung, „Black Ice“ gibt`s in 4 verschiedenen Versionen.(Rote,gelbe,blaue und cremefarbene Schrift) Prima, jede Menge Bonustracks dachte ich, doch zu früh gefreut, da wollte nur jemand dem öden schwarzen Cover nette bunte Farben spendieren. Also griff ich mir die Gelbe und ab nach Hause, rein in den Player und jetzt zur Kritik:
Zuerst das Cover: Wie bei AC/DC üblich, äusserst sparsames Digipak. Vom Booklet ganz zu schweigen!
Aber immerhin 15 neue Track`s im typischen, trockenen AC/DC Sound. (Mich würde mal interessieren, wie lange man am Mischpult geschraubt hat bis das Schlagzeug von Phil Rudd seinen grottigen Übungsraumsound hatte) Die Produktion geht aber insgesamt völlig in Ordnung. Rauh und ungeschliffen kommt „Black Ice“ daher, ohne neumoderne Overdubs oder anderen technischen Schickimicki.
Spielerisch sind AC/DC sowieso über jeden Zweifel erhaben. Die, meiner Meinung nach, beste Rhytmusgruppe der Welt( Malcolm Young, Phil Rudd und Cliff Williams) grooven wiedermal wie die Hölle und Brian Johnson`s Stimme klingt erfreulich frisch. Und Angus Young drückt dem ganzen noch seinen, ganz persönlichen Stempel auf.
Zu den Songs: Zum ersten mal bei AC/DC bemerkte ich beim durchhören parallelen zu anderen Bands. Sei es zum Countryrock a la Shania Twain( Track 4 Anything Goes), zum Bluesrock a la ZZ TOP ( Track 9 Decibel) oder Led Zeppelin ( Track 10 Stormy May Day). Was ich aber durchaus als positiv bewerte, da es dem Silberling mehr Abwechslung verleiht.
Die anderen Songs gehen, in typischer AC/DC Manier, durchweg in Ordnung. Wer aber Juwelen a la TNT, Back in Black, Whole Lotta Rosie oder Highway to Hell erwartet, der wird hier sehr schnell enttäuscht.
„Black Ice“ ist sicher kein Meilenstein wie „Back in Black“. Aber AC/DC sind immer noch in der Lage, den ganzen jungen Bands zu zeigen, wie eine Rock ‘n’ Roll Band klingen sollte. Und noch einen Vorteil hat die neue CD: AC/DC kommen endlich wieder auf Tour! (Falls man Karten bekommt!) Let there be rock
Tracklist:
01. Rock’n'Roll Train
02. Skies On Fire
03. Big Jack
04. Anything Goes
05. War Machine
06. Smash ‘n Grab
07. Spoilin’ For A Fight
08. Wheels
09. Decibel
10. Stormy May Day
11. She Likes Rock’n'Roll
12. Money Made
13. Rock’n'Roll Dream
14. Rocking All The Way
15. Black Ice
Von mir gibt`s 8 von 10 Punkten.